Einen Drybag kennt jeder, der schon mal auf Trekkingtour war oder mit dem Kajak oder Kanu auf Expedition gegangen ist. Heutzutage sind diese wasserdichten Packsäcke meist aus Nylon oder Polyester und mit Silikon oder Polyurethan wasserdicht imprägniert. Funktioniert super, ist leicht und meist absolut dicht. Aber uns hat es dennoch gereizt, einen Seesack bzw. Packsack zu entwerfen, der in unsere Produktwelt passt und aus einem handfesten Material hergestellt ist. So wasserfest wie möglich sollte er natürlich trotzdem sein und seinen Inhalt bestmöglich vor einem ungewollten Ausflug ins Wasser schützen.

Unser Zampel (das ist übrigens ein alter norddeutscher Begriff für einen Seesack) erfüllt genau das: Die mit Gurtband und Leder versteifte Öffnung wird zum Verschliessen gewickelt und eingehakt. Zusätzlich dient ein Gurtband als Trageriemen. Die stark gewachste Baumwolle ist extrem wasserabweisend. Wir haben in eigenen Tests die Säcke voll bepackt am Seil in unseren Hausfluss gehängt. Nach einer Stunde war auf der unter Wasser liegenden Seite ein Durchdringen der Feuchtigkeit zu merken. Wasserdicht ist der Zampel also nicht aber so wasserabweisend, dass er seinen Zweck super erfüllt. Wer eine Stunde nach dem ungewollten "Baden gehen" seine Ausrüstung noch immer nicht wieder im Boot hat, hat andere Probleme als etwas Feuchtigkeit im Inneren des Sackes.

Aber jetzt mal Spaß beiseite: Der Zampel ist wasserabweisend aber auch sehr robust gebaut und hält eine Menge Belastung aus. Er eignet sich längst nicht nur als Seesack, sondern auch zum Verstauen von gröberer Ausrüstung, Werkzeug oder als zusätzlicher Stauraum für Dinge, die im Rucksack keinen Platz finden. Wir benutzen ihn in Schweden z.B. auch zum Beeren und Pilze sammeln, wenn mal kein Korb vorhanden ist. Und wenn es gerade nicht auf grosse Tour geht, packt der Zampel die Ausrüstung für die Kletterhalle!